Buteyko - Methode & Wirkung

Die Atmung ist die Wurzel des Lebens. Unser Leben außerhalb des Mutterleibes beginnt mit der ersten Einatmung und endet mit der letzten Ausatmung. Wie wichtig und grundlegend die Atmung für unser Leben ist zeigt uns diese Faustregel: Wir können 3 Wochen ohne Essen, 3 Tage ohne Wasser, aber nur 3 Min. ohne Sauerstoff überleben.

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Die Buteyko Atemmethode setzt genau da an, wo wir in unserer jetzigen Zeit Probleme haben: sie wirkt dem Stress entgegen. Durch chronische Überatmung verengen sich unsere Blutgefäße, unsere Organe und Zellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Einfache Buteyko Atemübungen und die Umstellung auf eine permanente Nasen- sowie Zwerchfellatmung regulieren unser Atemvolumen und wirken dem entgegen. Dies führt dazu, dass wir die Luft, die wir atmen auch wieder erwärmen und reinigen und genau die Menge an Sauerstoff erhalten, die unser Körper und unsere kleinsten Zellen benötigen. Unsere Organe und  Nervensystem können sich wieder regulieren und beruhigen. Der Schlaf verbessert sich wieder und man hat wieder Energie für den Tag. Die Buteyko Methode wirkt somit als komplementär medizinische Methode und Hilfe zur Selbsthilfe.

 

​Bei welchen Beschwerden hilft Buteyko?
  • Asthma, Hyperventialtion, Kurzatmigkeit

  • Schlafstörungen, Schlafapnoe, Schnarchen

  • Leichte Depression, Erschöpfung und Burnout

  • Unruhiger Bauch, Probleme mit der Verdauung, unruhige Beine (Restless Legs Syndrom)

  • Konzentrationsstörungen, Mattigkeit, Gereiztheit

  • Nebenhöhleninfekte, Allergien, Heuschnupfen

  • Chronische Muskelschmerzen, Verspannungen

  • Herzprobleme, Herzklopfen, Herzrasen uvm....

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Geschichtlicher Hintergrund

Dr. Konstantin Buteyko (1923 – 2003) bekam als Medizinstudent den Auftrag, die Atmung von Krankenhauspatienten zu beobachten und die Schwere der Krankheit mit deren Atemverhalten ins Verhältnis zu setzen. Dabei erkannte er, dass je schlechter der Gesundheitszustand der Patienten war, umso tiefer und schneller die Atmung wurde, sogar eine Hyperventilation einsetzte.

Als junger Arzt erforschte er die Zusammenhänge zwischen Hyperventilation und dem Gesundheitszustand seiner Patienten weiter. Dass Hyperventilation den CO2-Gehalt im Blut reduziert und somit das Gleichgewicht der Blutgaswerte verschoben wird, war bereits bekannt. Dabei entdeckte er, dass ein geringer CO2-Gehalt seiner Patienten im Blut zur Hyperventilation führte.

Buteyko selbst litt unter Bluthochdruck und Kopfschmerzen und brachte dies in Zusammenhang mit seiner Atmung. Seine Selbstversuche die Atemtechnik zu verändern, reduziert und tief zu atmen besserten seine Beschwerden und im Umkehrschluss kamen seine Beschwerden zurück, sobald er wieder normal atmete. Er therapierte sich schließlich selbst mit einer reduzierten Atemtechnik und konnte alle Beschwerden hinter sich lassen. Daraus entwickelte er einfache Atemübungen, die Menschen, die nachweislich an Hyperventilation litten, wieder zu einer normalen Atmung verhalfen. Die Buteyko-Atemmethode wurde in den 70er Jahren in russischen Krankenhäusern als Heilmethode anerkannt, die Wirksamkeit wurde bestätigt und es werden Beschwerden wie Asthma, Stress- und Ängste, Nervosität, Bluthochdruck und chronische Hyperventilation damit behandelt.